Wenn Sie noch nie eine wissenschaftliche Arbeit verfasst haben, dürfte Sie das vor eine Herausforderung stellen. Doch auch Masterstudent*innen, die bereits Ihre Bachelorarbeit hinter sich haben, benötigen oft noch einmal eine Auffrischung ihrer Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten. Hier geben wir Ihnen einen Überblick über Strategien zum Recherchieren, unterschiedliche Zitierstile und die Arten von wissenschaftlichen Arbeiten.

Wo kann ich recherchieren?
Als Student*in der TUCed können Sie die Bibliothek der Technischen Universität Chemnitz nutzen. Das betrifft einerseits das Leihen von Büchern in Präsenz. Andererseits bietet die Bibliothek auch eine Vielzahl von E-books und den Zugang zu wissenschaftlichen Papern.
Für die Online-Recherche ist Google Scholar bestens geeignet. Unter der Eingabe von Stichworten finden Sie dort wissenschaftliche Publikationen, die Sie nach unterschiedlichen Kriterien filtern können. Wenn Sie sich auf Google Scholar ein Profil erstellen, können Sie auch Favoriten Listen erstellen. Sollten Sie bereits über ein Google-Konto verfügen, können Sie sich ganz einfach damit anmelden. Es kann sich auch lohnen, verschiedene Suchoperatoren bei der Recherche einzubinden. So können Sie etwa Begriffe von der Suche ausschließen oder dafür sorgen, dass der Inhalt exakt so wie in die Suchzeile eingegeben vorkommen soll.
Eine Alternative zu Google Scholar bietet BASE. BASE ist eine der weltweit größten akademischen Suchmaschinen und wird von der Universitätsbibliothek Bielefeld betrieben. Etwa 60 % der indexierten Dokumente sind hier frei zugänglich.
Außerdem bekannt ist Researchgate. Researchgate ist nicht nur eine Datenbank sondern auch ein soziales Netwerk für Forscher*innen, in dem Fragen gestellt und beantwortet oder Puplikationen kommentiert werden können. Viele Publikationen sind frei zugänglich, andere können bei den Autor*innen angefragt werden.

Welche Zitierstile gibt es?
Sicher kennen Sie schon den einen oder anderen Zitierstil aus der Schule. Zu den häufigsten Zitierstilen zählen:

  • APA-Zitierweise
  • Harvard-Zitierweise
  • Deutsche Zitierweise

Nach welcher Zitierweise Sie Ihre wissenschaftliche Arbeit verfassen müssen, hängt von dem wissenschaftlichen Bereich ab, in dem Sie sich bewegen. Die Harvard-Zitierweise stammt -wie der Name vermuten lässt- von der Elite-Universität Harvard. Sie wird meist im wirtschaftlichen Bereich angewandt. APA ist der Zitierstil der American Psychological Association. Deshalb wird er vor allen Dingen bei psychologischen Arbeiten angewandt. Die Deutsche Zitierweise kennen Sie vielleicht noch aus Schulzeiten. Im Gegensatz zu Harvard und APA wird hier mit Fußnoten gearbeitet. Die Quellenangaben finden sich also direkt im Text.
Welchen Zitierstil Sie in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit anwenden sollten, sprechen Sie am besten mit der Betreuer*in Ihrer wissenschaftlichen Arbeit ab.

Theoretische Arbeit versus empirische Arbeit
Wie Ihre wissenschaftliche Arbeit aufgebaut sein sollte, ist davon abhängig, ob es sich um eine rein theoretische oder eine empirische Arbeit handelt.
Die theoretische Arbeit basiert auf der Auswertung von Literaturquellen. Dabei wählen Sie eine Problemstellung und analysieren die Arbeiten verschiedener Wissenschaftler*innen. Der Vorteil ist, dass Sie Ihre Daten nicht selbst erheben und auswerten müssen. Studien sind nämlich nicht nur in Ihrer Durchführung, sondern auch Vorbereitung aufwändig. Der Nachteil einer theoretischen Arbeit ist jedoch, dass Sie sich durch deutlich mehr Literatur wälzen müssen. Zudem sind Sie von der Qualität und Quantität der bereits bestehenden Forschung abhängig.
Auch bei einer empirischen Arbeit gibt es einen Theorieteil. Dieser dient jedoch dazu, Ihre Forschungsfragen und Hypothesen herzuleiten. Die Daten für den empirischen Teil liefern Sie hierbei selbst. Wie bereits erwähnt, kann dies viel Zeit in Anspruch nehmen. Jedoch ist beim Studiendesign nicht nur analytisches Denkvermögen, sondern auch Kreativität gefragt. Zudem können Sie die Gelegenheit nutzen, um selbst zur Wissenschaftler*in zu werden. Auch bei Themen, zu welchen noch nicht viel Literatur existiert, können Sie aktiv werden und explorativ forschen.
Ob sich der empirische oder theoretische Ansatz besser für Sie eignet, ist vermutlich eine Frage des Geschmacks. Setzen Sie sich bei Zweifeln doch mit Ihrer Betreuer*in zusammen.

Wenn Sie Hilfe bei der Anfertigung Ihrer wissenschaftlichen Arbeit benötigen, können Sie sich auch gerne an unsere Fachstudienberater*innen wenden.

Alle Informationen zu den berufsbegleitenden Studienfächern an der TUCed finden Sie auf www.tuced.de.

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