Master Klinische Gerontopsychologie

Der 3. Studiendurchgang ist erfolgreich am 05.02.16 gestartet. Der nächste Start ist voraussichtlich am 11. November 2016.

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Wichtig!
Bei uns studieren Sie zeitlich flexibel und werden individuell betreut. Sollten Sie bereits einen konsekutiven universitären Bachelorabschluss in Psychologie erworben haben, können Sie zur Psychotherapeutenausbildung zugelassen werden. Näheres dazu finden Sie in unserer Rubrik Qualitätsmerkmale/Uni-Abschluss unter dem Pkt. Anerkennung.

Klinische Gerontopsychologie (M.Sc.) - Überblick

„Als eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben sehe ich die Meisterung der enormen gesellschaftlichen Herausforderungen an, die aus dem demografischen Wandel und der Verschiebung des Altersspektrums resultieren. Damit sind grundlegende Veränderungen in vielen Bereichen unserer Gesellschaft verbunden, z.B. durch die Zunahme von chronischen Erkrankungen und Funktionsbeeinträchtigungen, aber auch durch die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, die mit ganz erheblichen Anpassungsleistungen für den Einzelnen wie für vielerlei Institutionen verbunden sind. Ich bin überzeugt, dass die Psychologie hier einen wesentlichen Beitrag leisten kann, die vielfältigen neuen Aufgaben zu bewältigen. Insbesondere im Bereich der Erhaltung und Wiederherstellung von psychischer und körperlicher Gesundheit bzw. des Umgangs mit altersbedingten Problemen ist die Klinische Psychologie gefordert, ihre Expertise für die Gestaltung dieser gesellschaftlichen Entwicklungen verstärkt einzubringen. Der Studiengang „Klinische Gerontopsychologie“ soll die erforderlichen psychologischen Kenntnisse und Kompetenzen für eine fundierte und evidenzbasierte Tätigkeit im Versorgungsbereich älterer Menschen praxisnah vermitteln und zur Entwicklung von spezifischen Berufsprofilen in diesem Praxisfeld beitragen.“

Univ.-Prof. Dr. Stephan Mühlig, Studiengangsleiter
und Inhaber der Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie
 an der TU Chemnitz

Nach den demografischen Prognosen für die Bundesrepublik Deutschland wird in den nächsten Jahrzehnten eine dramatische Veränderung der Altersstruktur der Gesellschaft eintreten. Bis zum Jahr 2050 wird sich der Anteil der Bundesbürger über 65 Jahre an der Gesamtbevölkerung von heute 16% auf dann 35% verdoppeln, d. h. der Anteil von Personen im Rentenalter wird von 13 Mio. auf 26 Mio. steigen. Laut Prognosen wird Deutschland bis 2030 das „älteste“ Land und die Stadt Chemnitz die „älteste“ Stadt Europas sein. Der hohe Anteil älterer und vor allem hochbetagter Menschen bedeutet eine drastische Zunahme von unheilbaren und medizinisch nur begrenzt therapierbaren chronischen körperlichen Krankheiten und psychischen Störungen sowie von Multimorbiditäten und Funktionsbeeinträchtigungen, die tiefgreifende Veränderungen des Gesundheitssystems erfordern werden. Diese Entwicklungen werden die Bedarfs- und Nachfragestruktur des deutschen Gesundheitswesens grundlegend verändern und neue Aufgaben und Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung mit sich bringen („Geriatrisierung des Gesundheitssystems“).
Für die daraus resultierenden neuen Behandlungserfordernisse sind originär klinisch-psychologische Kompetenzen gefragt. Im deutschen Sprachraum existieren bislang nur wenige strukturierte Aus-, Fort- oder Weiterbildungsangebote für Klinische Gerontopsychologie und Gerontopsychotherapie, die der dargestellten Entwicklung begegnen. Daraus folgt ein eklatanter Mangel an Fachkräften, die auf die Behandlung älterer und alter Menschen spezialisiert sind.

Mit dem M.Sc.-Studiengang Klinische Gerontopsychologie wird dafür ein adäquates, berufsbegleitendes und universitäres Weiterbildungsangebot geschaffen.