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Zeugnisübergabe des 1. Matrikels im Museum Gunzenhauser am 30.04.2010

Dozenten

Univ.-Prof. Dr. Bernhard Koring, Professur Allgemeine Erziehungswissenschaft der TU Chemnitz

„Der finanzielle Aufwand der Eltern für Beratung, Unterricht und Lerntherapie außerhalb der Schule liegt heute bei etwa 3 Milliarden Euro pro Jahr. Professionelle Institute decken von diesem Volumen weniger als 400 Millionen Euro ab. Der Bedarf an professionellem Personal im Bereich der Lernhilfe und Lerntherapie ist also enorm hoch. Hier bietet der MA-Studiengang "Integrative Lerntherapie" an der TU Chemnitz ein hervorragendes, interdisziplinäres Angebot, das auf großes Interesse stößt. Aufgrund der Situation des Schulsystems und des außerschulischen Bereichs wird der Bedarf an universitär qualifiziertem Personal weiter steigen.“

Dr. Petra Küspert: Diplom- Psychologin, Mitarbeit in Forschungsprojekten der Uni Würzburg zum Schulerfolg und zur Prävention von Lern-Leistungsstörungen, Gründerin eines Institutes für Lernförderung (Institut zur Diagnostik, Beratung und Therapie bei Lern-Leistungsstörungen)

 "Ich darf das Anwendungsmodul Legasthenie/LRS leiten und erlebe hier Studenten, die im Rahmen der vorangegangenen Veranstaltungen ein solides, praxisbezogenes Grundlagenwissen aufbauen konnten. Dies Fundament befähigt sie sich diagnostische Verfahren zu erarbeiten und zu bewerten, das individuelle Ursachengeflecht einer Lern-und Leistungsstörung  zu analysieren und lerntherapeutische Interventionen gezielt zu planen und durchzuführen. Die durch den ILT-Studiengang vermittelte modellhaft-theoretische und praktische Kompetenz ist Grundlage einer guten Praxis und ist für die solide ausgeübte und effizienzorientierte Lerntherapie unabdingbar."

Alumni

Margit Rüter-Hüsgen, Absolventin des 3. Studiendurchganges

Ich habe mich vor zwei Jahren für den berufsbegleitenden Masterstudiengang "ILT" an der TUCed entschieden, da ich mich nach meinem Bachelorabschluss in Psychologie auf die Bereiche Schule, Lernen und Leistung spezialisieren wollte. Bereits während meines Psychologiestudiums arbeitete ich in der Förderung hochbegabter Kinder und sammelte hier erste Erfahrungen im Umgang gerade mit Kindern und Jugendlichen, die Schul- und Entwicklungsprobleme hatten. Das Angebot der TUCed hat mich dabei besonders auf Grund des ressourcenorientierten Ansatzes angesprochen. Durch meine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen empfand ich eine eher klinische, rein defizitorientierte Sicht auf den Schüler als für die praktische Arbeit nicht ausreichend. Auch war es mir wichtig, neben dem Studium weitere praktische Erfahrungen machen zu können. Daher fing ich zu Beginn des Masterstudiums an, zusätzlich in einem Lernförderzentrum zu arbeiten. Neben den finanziellen Vorteilen, erwies sich dies im Verlauf des Studiums als gute Möglichkeit, theoretische Inhalte in der Praxis zu erproben und so auch zu festigen. Das Lernen war so für mich interessanter und praxisbezogener. Da viele der Dozenten ebenfalls aus der Praxis kommen, hat sich hier für mich eine gute Kombination aus praktischen Anregungen und theoretischer Wissensvermittlung ergeben. Auch der Austausch mit anderen Studenten mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund hat dabei meine Perspektive und Sicht auf einzelne Problembereiche erweitert. Zusätzlich habe ich so im Laufe meines Studiums neue Kontakte knüpfen können. Dieses Miteinander bzw. die soziale Unterstützung und die enge Betreuung durch die Mitarbeiter im Studiengang haben ein berufsbegleitendes Studium umsetzbar gemacht und auch über anstrengende Phasen hinweggeholfen. Alles in allem hat sich das Studium für mich so in vielerlei Hinsicht gelohnt, auch deshalb, weil ich bereits im letzten Studiensemester eine Stelle als Schulpsychologin bekommen habe. Die in Chemnitz vermittelte Ressourcenperspektive, die dortige Betonung integrativer und kooperativer Arbeit und die Perspektiven unterschiedlicher Professionen sind dabei ebenso wie fachliches Wissen eine Hilfe, diese Aufgabe zu erfüllen.

Christina Beckerle, Absolventin des 2. Studiendurchganges 

Der ILT-Studiengang brachte mich auf die Idee, strukturierte Förderung gewinnbringend in das durch G8 geprägte Gymnasium zu integrieren. Heute gibt es an dem Mädchengymnasium, an dem ich die Fächer Mathematik und katholische Religion unterrichte,  Gruppenförderstunden, die Eltern werden als Ressource mit in die Förderung einbezogen und die Implementierung einer Lerntherapeutin (dies wird meine neue Position sein) ist in Arbeit. Gerade im abiturrelevanten Fach Mathematik scheitert die gymnasiale Schullaufbahn unzähliger Schülerinnen. Jetzt kann ich aktive professionelle Hilfe durch die Anwendung der Lerntherapie auch innerhalb meiner Lehrtätigkeit anbieten. Der zuvor defizitorientierte Blick auf die Schülerinnen und ihre Leistungen wurde im Laufe des Studiums durch einen ressourcenorientierten abgelöst. Glückliche Kinderaugen im Mathematikunterricht und mein eigenes zufriedenes Gefühl sind für mich der Beweis dafür, mit meinem Masterstudiengang ILT genau das Richtige getan zu haben.

Teilnehmer

Anett Seltmann, Teilnehmerin im 2. Studiendurchgang

„Der Studiengang vermittelt neue oder vertieft bereits vorhandene Grundlagen die für einen Lerntherapeuten das Fundament seiner Arbeit bilden müssen. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die reale Möglichkeit besteht, als Teilnehmer aktiv an der Gestaltung der Präsenztage mitzuarbeiten und dass Anregungen für den inhaltlichen Aufbau und den Ablauf von Veranstaltungen ernst genommen werden. Da die Studenten aus den unterschiedlichsten Bundesländern und Berufen kommen und auch eine heterogene Altersstruktur im Studiengang besteht, kann jeder von den reichhaltigen Erfahrungen profitieren und aus dem enormen Wissenspotential schöpfen. Ich bin wirklich froh, dass ich für den Studiengang angenommen worden bin.“

Claudia Rudolph, Teilnehmerin im 2. Studiendurchgang

„Der Masterstudiengang ILT ist für mich eine optimale Ergänzung zu meinem Psychologiestudium und zum Berufsalltag. Die Themen sind sehr gut ausgewählt. Aufbauend auf theoretischen pädagogisch-psychologischen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen wird ein umfangreiches Fachwissen vermittelt. Besonders gut finde ich den hohen Stellenwert, der dem Praxisbezug beigemessen wird. Sehr profitiere ich auch von der Zusammensetzung der Gruppe. Der Austausch mit den anderen hilft mir, vieles auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.“

Tania Dohr, Teilnehmerin im 2. Studiendurchgang

„Der Masterstudiengang der ILT bietet für mich die optimale Ergänzung zu meinem Studium der Pädagogik und diversen Weiterbildungen aber auch zu meinem beruflichen Tätigkeitsfeld in der Arbeit mit Kinder mit Teilleistungsschwächen und / oder AD(H)S.
Durch die fächerübergreifende, bisher einzigartige Zusammenstellung der einzelnen Module aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, aber auch der Medizin, Diagnostik und Existenzgründung, sowie die gute Darbietung durch die Lehrenden, wird fundiertes Fachwissen bei gleichzeitig hohem Praxisbezug vermittelt. Darüber hinaus ist für mich persönlich das exzellente, berufsübergreifende Netzwerk, das durch die enge Zusammenarbeit mit den anderen Kommilitonen entstanden ist, eine große Bereicherung.
Die professionelle, engagierte Betreuung durch die Mitarbeiter, sowie die Räumlichkeiten der TUCed machen ein Lernen in angenehmer Atmosphäre möglich.“

Fachstudienberatung
Dr. Alexandra Götze

Tel.: 0371 / 90 94 90
per E-Mail kontaktieren

 

Integrative Lerntherapie

Der 7. Studiendurchgang startet am 20.09.2012.
Informationen zur Bewerbung erhalten Sie hier.

 

"Zehn Jahre berufsbegleitende Weiterbildung - die TUCed ist seit 2001 Partner für die universitäre Weiterbildung an der TU Chemnitz" - Artikel im TU-Spektrum 2/2011